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Messe-Glück ohne Einschränkung: So wird Ihr Messestand barrierefrei

Das Symbol dafür, dass der nächste Messestand barrierefrei wird.

Eine Messe ist für alle interessierten Besucher:innen da und sollte niemanden ausschließen. Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sieht die Realität leider nicht immer so aus, denn oft werden schon vermeintliche Kleinigkeiten zu unüberwindbaren Hürden. Wie Sie dies vermeiden können und Ihren nächsten Messestand barrierefrei gestalten, lesen Sie hier in unserem SYMA-Blog.

Was bedeutet Barrierefreiheit?

Erinnern Sie sich, wann Sie das letzte Mal vor einem Hindernis standen, das Sie nicht ohne Hilfe überwinden konnten? Dann können Sie zumindest erahnen, wie die Realität von Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen aussieht. Auch wenn der Wohnort zumeist den individuellen Bedürfnissen entsprechend eingerichtet ist, ist der Alltag vieler Menschen trotzdem oft geprägt von Orten und Situationen, in denen sie auf Hilfe anderer oder eine inklusive Raumgestaltung angewiesen sind.

Barrierefreiheit ist deshalb mit gutem Grund in vielen Bereichen gesetzlich verankert. Neben Rollstuhlfahrer:innen profitieren auch Eltern mit Kinderwägen, gebrechliche Menschen oder Personen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, von Liften, Rampen und anderen baulichen Maßnahmen.

Barrierefreiheit hört hier aber nicht auf. Sie ist die Voraussetzung für Inklusion und betrifft deshalb nicht nur die körperliche Mobilität. Auch Kommunikation kann barrierefrei sein, etwa durch einfache Sprache, Bebilderungen oder Leitsysteme. Nicht vergessen sollte man zudem auf Menschen mit eingeschränktem Seh- oder Hörempfinden, denn auch diese Gruppe muss bei barrierefreier Raumgestaltung mitbedacht werden.

Person mit Stock, die einen barrierefreien Zugang benötigt.

Barrierefreiheit in der Messebranche

Für die Messebranche ist Barrierefreiheit ein essenzieller Faktor, denn sie entscheidet für viele Menschen über deren Teilnahme an Events. Ist die Anreise oder Navigation vor Ort für mobilitätseingeschränkte Personen nicht selbstständig möglich, riskieren Veranstalter, diese Gruppen auszuschließen und damit entgegen dem Inklusionsgedanken zu handeln. Selbst dann, wenn die Gegebenheiten vor Ort optimal sind, aber dies im Vorfeld nicht hinreichend nach außen kommuniziert wird, legt man Menschen mit besonderen Bedürfnissen Steine in den Weg – ebenso, wie dem eigenen Messeerfolg.

Selbstredend liegt die Verantwortung für die Barrierefreiheit der Messehalle in ihrer Gesamtheit beim Veranstalter. Doch auch hinsichtlich Ihres individuellen Messestands gibt es eine Reihe an Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um ihn für alle Menschen zugänglich und angenehm zu gestalten, ohne einzelne Gruppen auszuschließen.

Symbole, die auf Infrastruktur für Menschen mit besonderen Bedürfnissen hinweisen.

Wie Sie Ihren Messestand barrierefrei gestalten können

Beginnen Sie mit einer kritischen Bestandsaufnahme Ihres geplanten Messestands hinsichtlich Raumgestaltung, Mitarbeiter:innen und Informationsangebot. Scheuen Sie sich auch nicht davor, Feedback von Besucher:innen zu nutzen oder Expert:innen zu Rate zu ziehen, um Ihren Messestand barrierefrei zu machen.

Die Räumlichkeiten

Wie sieht der Eingang zu Ihrem Messestand aus? Selbst kleine Stufen oder Kabelkanäle können für Personen mit Rollstuhl zum Hindernis und für andere zur Stolperfalle werden. Wenn Rampen notwendig sind, achten Sie auf die richtige Breite und Neigung: Die genauen Vorgaben sind je nach Messeplatz genau festgelegt und öffentlich einsehbar.

Wie sieht es mit Platz aus? Die Standgröße spielt dabei weniger eine Rolle als die Einrichtung, zwischen der auch ausreichend Raum für die Navigation von Rollstühlen und Kinderwägen bleiben sollte. Gleichzeitig sind Sitzgelegenheiten immer ein Detail, für das ältere Menschen oder Personen mit Gehhilfen dankbar sein werden.

Ein Leitsystem für sehbehinderte Menschen ist eher Sache des Veranstalters, doch falls Ihr Messestand ausreichend groß ist, können Sie ein solches durchaus auch selbst miteinplanen. Die Beleuchtung des Messestands sollte zudem ausreichend hell sein, ohne zu blenden – dies ist ohnehin immer wünschenswert, für Menschen mit besonderen Bedürfnissen aber ein absolutes Muss.

Für noch genauere Informationen rund um bauliche Maßnahmen für Barrierefreiheit können Sie DIN-Norm 18040 zu Rate ziehen, welche die Mindestanforderungen festlegt.

Genormte Rampen, die den Messestand barrierefrei gestalten.

Die Mitarbeiter:innen

Gut geschultes Personal ist unersetzbar, wenn es um den Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen geht. Dazu zählt nicht nur, ohne Zögern den Weg zum nächstgelegenen Behinderten-WC und den Aufzügen zu kennen, sondern auch keine Scheu zu haben, wenn es darum geht, einer Person im Rollstuhl über ein Hindernis zu helfen oder sehbehinderten Menschen die vorgestellten Produkte wortreich und detailliert zu beschreiben.

Sensibel und zugleich ohne Berührungsangst auf alle Menschen zugehen zu können, ist eine Gabe, die man glücklicherweise lernen kann. Schulen Sie Ihr Team diesbezüglich und ermöglichen Sie vielleicht sogar einen entsprechenden Workshop, der die Lebensrealität von behinderten Menschen näherbringt und dabei hilft, mentale Barrieren zu überwinden.

Beratung am Messestand für Personen im Rollstuhl.

 Das Informationsangebot für alle

Während die präsentierten Produkte häufig nicht ohne Weiteres barrierefrei gestaltet werden können, lässt sich die Art der Darstellung und die Beratungsumgebung sehr wohl anpassen. Bildschirme, auf denen sich bei Bedarf der Kontrast und die Schriftgröße verstellen lassen, sind dafür ein Beispiel.

Auch die Minimierung lauter Nebengeräusche bei der Beratung bildet ein wichtiges Detail für gehöreingeschränkte Personen – ein eigenes Beratungszimmer oder ein durch Vorhänge abgetrennter Bereich machen dies möglich.

Inklusive Einrichtung

Haben Sie für das Mobiliar Ihres Stands ausschließlich Stehtische gewählt? Dann sollten Sie auch dieses Detail hinsichtlich der Barrierefreiheit noch einmal überdenken. Besonders – aber nicht nur – Rollstuhlfahrer:innen wissen höhenverstellbare Tische oder Cafétische zu schätzen, damit die Beratung noch gemütlicher wird – und immer auf Augenhöhe stattfinden kann.

Sollte es, aufgrund besonderer Umstände, nicht möglich sein, Ihren Messeauftritt komplett barrierefrei zu gestalten, empfiehlt es sich, im Eingangsbereich Ihres Standes, eine Glocke zu implementieren. Durch diese machen interessierte Besucher:innen auf sich aufmerksam – und werden anschließend von Ihrem Personal herzlich in Empfang genommen, welches auch dabei hilft, eventuelle bauliche Hürden mit Leichtigkeit zu überwinden.

Konzeptplanung, die den nächsten Messestand barrierefrei macht.

Fazit: Ein Messestand, der keine Grenzen kennt

Von baulichen Vorkehrungen bis zu menschlichen Skills: Ein barrierefreier Messestand erfordert zwar mehr Planung, macht aber einen großen Unterschied in Ihrem Gesamtkonzept. Denn Sie beweisen damit, dass Inklusion nicht nur ein Versprechen ist, sondern Sie bereit sind, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen und den Aufwand nicht scheuen. So wird Ihr Messestand zu einem Wohlfühlort, an dem ausnahmslos alle willkommen sind.

Wünschen Sie sich Hilfe bei der Planung und Umsetzung Ihres barrierefreien Messestands? Unsere langjährige Erfahrung im Messebau, für eine Vielzahl von internationalen Kund:innen, macht SYMA zu Ihrem idealen Partner, der stets allen Bedürfnissen gerecht wird.


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